Neuigkeiten: Stadtbücherei Östringen

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Mit Humor und Herzblut

Sympathischer Blick auf unser Nachbarland Polen

Polnisches Leben in Östringen konnten die Besucherinnen und Besucher Anfang Juli in der Stadtbücherei kennenlernen. Die Veranstaltungsreihe „Östringen trifft …“ präsentierte ein abwechslungsreiches Programm zu Land und Leuten. So war von der Integrationsbeauftragen Daniela Blech-Straub zu erfahren, dass die Polen zu den sechs stärksten nicht-deutschen Bevölkerungsgruppen in der Stadt zählen. Es gibt sogar ein polnisches Lebensmittelgeschäft mit schlesischen Spezialitäten, das „AnnaPol“ an der Hauptstraße, und seit Februar auch ein polnisches Restaurant: Der ehemalige „Schnitzelhimmel“ am Vogelpark trägt nun den Namen „Polnische Ecke“. Inhaber Sebastian Tryka bietet dort viele Speisen aus der polnischen und deutschen Küche an. Für die Besucherinnen und Besucher des Polen-Abends hatte der gebürtige Pole, der in Filderstadt zur Schule gegangen ist, verschieden gefüllte Piroggen (Teigtaschen) vom Feinsten mitgebracht. Musikalisch untermalt wurde der Abend von der polnischen Sängerin Gina Engasser aus Malschenberg. Sie präsentierte bekannte polnische Lieder zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen. Beim Song „Sokoly“ – „Der Falke“ verteilte sie Liedblätter, und sogar den deutschen Anwesenden gelang nach einigem Üben der Refrain. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Ländern erzählte Iwona Laudan-Becker mit Humor und Herzblut. „Die polnische Flagge ist für mich sehr emotional“, gesteht sie, und zeigt traumhafte Fotos von idyllischen, abwechslungsreichen Gegenden ihres Heimatlandes. Seit vielen Jahren lebt die studierte Polin mit ihrer Familie in Östringen und engagiert sich im Elternbeirat der Silcherschule. Für das Publikum hatte sie einige polnische Zungenbrecher dabei. Einer Zuhörerin gelang es tatsächlich, den mit den meisten „sch“-Lauten schnell und fehlerfrei nachzusprechen. Im Interview mit der Integrationsbeauftragten ließ Rathaus-Mitarbeiterin Karin Arns das bunt gemischte, internationale Publikum teilhaben an ihren Erfahrungen als Kind, das in den 80-er Jahren mit Eltern und Geschwistern aus Polen nach Deutschland kam. Wenn sie heute ihre polnischen Cousinen und Cousins trifft, dann brauche sie eine Übersetzungshilfe. Es sei ihr und auch ihrer Mutter damals sehr wichtig gewesen, so zu sein wie die anderen, sodass sie ihr Polnisch ganz verdrängt habe, um perfekt Deutsch – mit badischem Akzent – zu lernen. „Meine Schwester und ich sind ganz deutsch geworden. Wir haben auch einen deutschen Mann geheiratet. Aber meine Familie mütterlicherseits ist polnisch geblieben.“ Eine literarische Kostprobe des östlichen Nachbarlandes stellte Carola Zabler, Leiterin der Stadtbücherei, vor. Sie las aus „Viva Polonia“ von Steffen Möller. In seinem Werk malt der in Polen lebende Kabarettist und Schauspieler mit Witz und Charme ein liebevolles Porträt der polnischen Seele. Nicht nur die Lektüre seines Werkes legte Carola Zabler dem Publikum wärmstens ans Herz, sondern ganz besonders auch eine Reise in das Land. Einen Herzenswunsch hatte Iwona Laudan-Becker für den Polen-Abend: „Viele Polen, die hier leben, kenne ich gar nicht. Mich interessiert, aus welcher Stadt in Polen sie kommen. Ich würde sie gerne kennenlernen.“ So entstand eine am Ende des Abends gefüllte Kontaktliste. Die Spenden des Abends von 100 EUR gehen übrigens an das „Große Orchester der Weihnachtshilfe“. Diese in Polen sehr bekannte Wohltätigkeitsorganisation unterstützt vor allem Kinder- und Säuglingsstationen in Krankenhäusern. Die von der Robert Bosch Stiftung finanziell geförderte Veranstaltungsreihe „Östringen trifft …“ wird im kommenden Herbst die Türkei zu Besuch haben. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. dbs

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