Neuigkeiten: Stadtbücherei Östringen

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Ironie des Alltags

Sturmvogel zeigt überdrehten Geschlechterkampf

Wer wird Deutschlands Superfrau? Etwa die kurz vor dem Burnout stehende Helikoptermutter, die ihre Kinder zum Unterwasseryoga bringt oder doch der gnadenlose Männervamp, vor dem selbst der größte Macho auf die Knie geht? Was für eine Rolle bleibt da noch für die Herren der Schöpfung und wann darf ein Mann überhaupt noch ein Mann sein? Brennende, fast schon weltbewegende Fragen, welche am vergangenen Sonntagabend in der Musik-Comedy- Theater-Show „Frauen an die Macht! Edition 2020“ des Theaters Sturmvogel aus Reutlingen in der vollbesetzten Stadtbücherei Östringen in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis des Leibniz-Gymnasium humorvoll diskutiert wurden.

Passend zum Internationalen Frauentag am vergangenen Freitag wurde dem Publikum vom Schauspielerduo Sandra Jankowski und Frank Klaffke ein temperamentvoller, überdrehter Geschlechterkampf voller Ironie und Absurditäten aus dem Alltag geboten, der immer wieder durch Stand-up-Beiträge, mitreißende Musik- und Gesangseinlagen wie „Gebt den Frauen das Kommando“, aber auch durch Interaktion mit dem Publikum die schauspielerische Klasse und die Wandelbarkeit der beiden Akteure unter Beweis stellte.

Darin spielt Frank Klaffke Max, einen verunsicherten, devoten, aber immer wieder gegen die Frauenwelt rebellierenden Mann, auf der Suche nach seiner wahren männlichen Identität, welche sich in einem grotesken Albtraum widerspiegelt. So muss er in der Show „Deutschland sucht die Superfrau“, die als Preis den „Ring des Ochsen, um Männer zu knechten“ bereithält, erkennen, dass sich nicht nur Männer, sondern auch Frauen in einem Labyrinth aus geschlechterspezifischen Klischees und Idealbildern, wie etwa die Hungerkünstlerin, Politikerin oder auch die Supermutti, verirren können. Sandra Jankowski schlüpft dabei chamäleonartig in verschiedenste Frauenrollen und zeigt insbesondere im Zusammenspiel mit ihrem Partner überspitzt, aber schonungslos ehrlich, dass zwar immer noch verbesserungswürdige Ungerechtigkeiten, wie z.B. die ungleiche Bezahlung, aber auch Kommunikationsschwierigkeiten wie auch unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen zwischen Mann und Frau existieren. Dennoch muss es nicht wie in diesem Albtraum so weit kommen, dass der Mann schließlich zur Frau umfunktioniert wird. Gegenseitiger Respekt und Toleranz zusammen mit persönlichem Engagement können dabei Großes bewirken und das Bewusstsein für die eigene Rolle und Identität stärken. (jus)
Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Neuesten Nachrichten vom 12.03.19

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