Neuigkeiten: Stadtbücherei Östringen

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Östringen trifft Westafrika

Autor: Carola Zabler
Artikel vom 30.11.2018

Eine ganze Region hatte sich die Reihe „Östringen trifft …“ dieses Mal vorgenommen, als am 22.11. über vierzig Interessierte in der Stadtbücherei zusammenkamen. Referent Komi Selom Toviaku schmunzelte: „Was ist Westafrika? Es ist so verschieden.“ 16 Länder zählt die Region, diverse Sprachen und Kulturen, und die Kolonialherren hätten das ihre dazu beigetragen, dass es auch so bleibe. Komi: „Die Landessprache ist immer abwechselnd Englisch und Französisch: Liberia – Côte d’Ivoîre – Ghana – Togo.“ Das englischsprachige Gambia ist komplett umgeben vom französischen Senegal. Komi lüftete auch das Geheimnis seines Namens: Es sei der typische Name für die an einem Samstag Geborenen, sowie die am Freitag Geborenen „Kofi“ hießen. Von seinem Geburtsort Palimé in Togo erzählt Komi, dass viele Gebäude dort während der Kolonialzeit von den Deutschen errichtet worden seien. Bis heute werde in Schulen und Universitäten des Landes Deutsch gelehrt. Auch er sei 2005, damals Chemielehrer, bereits mit guten Deutschkenntnissen für sein Studium der Verfahrenstechnik nach Deutschland gekommen. Anna Streit und Charlotte Stadtmüller, beide aus Östringen, nahmen das Publikum mit auf ihre Reise in Annas Heimatdorf Busura in Gambia. Die interessierten Zuhörer erfuhren, dass auf dem Land bis heute Brunnen zur Wasserversorgung typisch seien und dass Erdnüsse ein Grundnahrungsmittel sind. Eine köstlich duftende Erdnusssoße auf Reis hatte Anna für den Abend zubereitet, sodass sich die Gäste auch kulinarisch auf die Reise in den südlichen Kontinent begeben konnten. Yokin Akuyo, die mit ihrer kleinen Familie ebenfalls in Östringen ein neues Zuhause gefunden hat, steuerte die in ihrer Heimat Togo typischen Gries-Tomaten-Klöße zum Büffet bei. Sie war es auch, die spontan die beiden Musiker der Band Kay Samba aus Gochsheim mit einer Rassel bei ihren westafrikanischen Trommelklängen unterstützte. Ebenso spontan sorgte Band-Sänger Samuel für Stimmung, als er die Gäste anleitete, ein Lied auf Ewe, einer der Landessprachen von Ghana und Togo, mitzusingen. Carola Zabler, Leiterin der Stadtbücherei, entführte das Publikum in die Welt zweier westafrikanischer Märchen. Anhand des Märchens von der Schlange, die sich durch die Zuwendung eines Mädchens in einen schönen Häuptlingssohn verwandelt, machte sie deutlich, wie nah sich doch die Märchenmotive weltweit seien – wie hier dem Märchen „Die Schöne und das Biest“. Die Veranstaltungsreihe „Östringen trifft …“ findet dreimal im Jahr statt und wird von der Integrationsbeauftragten Daniela Blech-Straub sowie der Leiterin der Stadtbücherei, Carola Zabler, organisiert. Finanzielle Unterstützung erhält sie von der Robert-Bosch-Stiftung. Das nächste Mal wird Östringen im Februar Afghanistan treffen. dbs

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