Aktuelles/Corona-Tipps: Stadtbücherei Östringen

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Artikel vom 26.10.2021

Kö – Kö – von Köln nach Königsberg

Eine Reise in D-Dur

Schon immer hatte er eine Ost-West bzw. West-Ost- Faszination auch bedingt durch seine schlesische Familienherkunft, so erzählte Christian Heidrich seinem aufmerksam lauschenden Publikum in der Stadtbücherei Östringen anlässlich seines Vortrags „Wo bitte geht es hier nach Königsberg?“ Der promovierte Theologe und Lehrer am hiesigen Gymnasium hattet vor einigen Jahren ein Sabbatjahr eingelegt. Als passioniertem Wanderer stand für ihn fest, dass er in dieser Zeit einige Monate unterwegs sein wollte. Nicht die gängigen Fernwander- oder Jakobswege sollten es sein. Christian Heidrich wollte neue Wege gehen und diese anschließend in einem Buchprojekt vorstellen. Während der Reise schrieb er bereits einen Blog über seine Erlebnisse. Er entschied sich auch dank seiner guten Polnisch-Kenntnisse für eine Ost-West-Wanderung und startete in Köln - einer Stadt mit „grandiosem Dom und Kulturspuren“, bekannt für ihre „rheinische Liberalität“. Ziel war Königsberg, das heutige Kaliningrad, die Hauptstadt der gleichnamigen russischen Provinz, die sich an der Ostsee zwischen Polen und Litauen befindet und Geburtsstadt des großen Philosophen Immanuel Kant ist. Mit 10 kg auf dem Rücken stand Nach drei Monaten Wanderschaft stand Christian Heidrich unter dem Denkmal Immanuel Kants, das erst 1992 in der russischen Stadt wieder aufgestellt worden war.
Zwei Bücher waren Christian Heidrich auf dieser langen Wanderung treue Wegbegleiter: Immanuel Kant „Deines Lebens Sinn“ und von Johann Gottfried Seume „Spaziergang nach Syrakus“. „Kant war im Gegensatz zu Seume nie ein Reisender“, so Heidrich. Er blieb Zeit seines Lebens seiner Geburtsstadt Königsberg treu, in der sich damals Menschen aus aller Welt trafen. Seumes „Spaziergang nach Syrakus“ 1802 war auch weitaus gefährlicher und strapaziöser“, räumte Heidrich ein. „Das zu Lesen relativiert die eigenen Wanderprobleme“, meinte er schmunzelnd. Wirklich strapaziös war die Wanderung nicht, aber es gab keine ausgeschilderten Wanderwege und mancher als europäischer Radweg in Polen ausgeschilderte Strecke Die Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet ist, haben den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. Das Kennenlernen des „Ikarus von Byszewice“ war eine der originellsten Stunden seiner Wanderung.
Als Tonart würde Christian Heidrich seiner Wanderung D-Dur zuordnen und er sieht seine Reise auch heute noch als großes Geschenk und Privileg. Das Buch zur Reise „Wo bitte geht‘ nach Königsberg?“ ist 2017 erschienen und auch in der Stadtbücherei ausleihbar. (zab)

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